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Sulawesi (früher Celebes)
Nord-Sulawesi hat beeindruckende Korallenriffe,
weiße Sandstrände, viele Berge und aktive Vulkane,
die den Bewohnern vor Augen halten, was für eine gewaltige
Kraft in ihnen schlummert. Man kann die Bewohner Nord-Sulawesis
in vier Bevölkerungsgruppen unterteilen: Die Minahasa,
die Bolaang Mongondaw, die Gorontalo und die Sangir-Talaud.
Die Minahasa haben sich rund um die Provinzhauptstadt Manado
angesiedelt. Die Sangir-Talaud-Inseln befinden sich nördlich
des Festlands und bilden eine natürliche Brücke
zu den Philippinen. So ist auch zu erklären, dass man
Überreste der philippinischen Kultur dort vorfindet.
Filipinos haben eine starke politische und religiöse
Struktur eingeführt und die Bevölkerung dazu ermutigt,
Kokosnüsse, Copra und Muskatnuss anzubauen. Die heutigen
Hauptwirtschaftsgüter sind Copra und Gewürznelken.
In Nord-Sulawesi gibt es mehr Kokospalmen als in irgendwo
sonst in Indonesien.
Die Niederländer hatten den größten
Einfluss auf die Entwicklung der Region. Der erste Kontakt
mit europäischen Händlern entstand jedoch bei der
Ankunft der Spanier und Portugiesen, die auch das Christentum
einführten. Das Christentum wurde also nicht wie oft
vermutet von den Niederländern nach Sulawesi gebracht.
Es ist heut die vorherrschende Religion in der Region.
Die Provinzhauptstadt Manado ist einer der internationalen
Einreisepunkte Indonesiens. Von dort aus gibt es Flüge
in alle wichtigen Regionen Indonesiens wie auch zu den kleineren
Flughäfen von Gorontalo, Tahuna und Talaud. Manados Hauptattraktion
liegt aber vor der Küste: die unglaublich schönen
Korallenriffe in der Nähe der Bundaken Inseln, die nun
geschützte Reservate sind und zu den besten Tauchgebieten
der Erde zählen.
TOGIAN-INSELN
Diese zahlreichen küstennahen Inseln mit ihren weißen
Sandstränden und spektakulären Unterwasserwelten
sind der perfekte Ort zum Schnorcheln, Tauchen oder um einfach
am Strand zu entspannen und den Sonnenuntergang zu genießen.
Von Poso aus fährt man dreieinhalb Stunden lang bis nach
Ampana und von dort aus noch fünf Stunden mit dem Boot
nach Wakai.
MEGALITHEN
Die berühmten Megalith-Steine in den Napu-, Besoa- und
Bada-Tälern in Zentral-Sulawesi gehören zu den ungeklärten
Rätseln der Erde. Sie sind mit einzigartigen und mysteriösen
Schnitzereien bedeckt. Einige der bekanntesten Megalithen
sind die von Pokoke, Suso, Pekaselle, Tadaluko und Watu. Der
Palindo ist mit seiner Höhe von 4,50 m der größte
von ihnen. Die Täler erreicht man am besten mit dem Bus
von der Provinzhauptstadt Palu und einer anschließenden
Wanderung durch den Wald ins Dorf.
LORE LINDU NATIONAL
Der 229000 Hektar große tropische Regenwald in Zentral-Sulawesi
beherbergt eine große Anzahl verschiedener Arten an
Flora und Fauna, wie z.B. Palmen, Agatish, Anop, Hirscheber,
Affen und Tarsisius. Um dort hin zu gelangen, fährt man
60 km von Palu nach Kamarora oder 63 km von Palu nach Sidaunta
und macht anschließend eine Wanderung von 17 km bis
zum Lindu-See oder 100 km von Palu nach Gimpu und macht von
dort aus eine Wanderung bis zum Bada-Tal.
POSO-SEE
Der See liegt in Poso und ist 32,3 km lang und 16 km breit.
Er ist von einem beeindruckenden Wald umgeben und bietet kristallklares
Wasser zum Schwimmen. Es ist der perfekte Ort für alle
Outdoor-Freunde, ob jung oder alt. Um den See herum gibt es
viele Sehenswürdigkeiten: den Bancea-Orchideen-Garten,
den Saluopa-Wasserfall, den Sulewana Wasserfall, die Pamona
und Latea Höhlen und außerdem das Poso-Festival.
Der Poso See liegt ungefähr 1 ½ Stunden von Poso
entfernt und sieben Stunden von Palu entfernt.
Süd-Sulawasi umfasst die südliche Halbinsel
und greift im Norden auch auf den zentralen Landesteil über.
Die Provinz wird von drei großen Völkern bewohnt,
den Buginesen (oder Bugis), den Makassaresen und Toraja im
Norden. Obwohl alle drei Sprachen malayischen Ursprungs und
miteinander verwandt sind, sind sie untereinander schwer verständlich.
Die Bevölkerung (etwa 72 Prozent) bekennt sich größtenteils
zum Islam. Hauptstadt der Provinz ist Makassar, mit 1,3 Millionen
Einwohnern die größte Stadt Sulawesis. Der wichtigste
Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, angebaut werden unter
anderem Reis, Kaffee und Kakao. Besondere Bedeutung hat der
Fischfang, der zum Teil immer noch auf traditionelle Weise
betrieben wird. Bergbau (Nickel) und Industrie spielen eine
untergeordnete Rolle.
Spätestens seit dem 13. oder 14. Jahrhundert
existierten in der Region eine Reihe von kleineren Königreichen,
die ihren Reichtum vornehmlich auf dem Handel gründeten,
darunter Luwu, Bone und Golla. Anfang des 17. Jahrhunderts
wurde die Region islamisiert, die Stadt Makassar entwickelte
sich zu einem Zentrum des Gewürzhandels und zog europäische
Handelskompanien an. 1667 gründet die Niederländische
Ostindien-Kompanie eine Festung und eine Handelsniederlassung
in der Stadt. Die Niederländer waren zunächst nur
am Handel interessiert, erst in der ersten Hälfte des
19. Jahrhunderts wurde das Gebiet vollständig unterworfen
und eine Kolonialverwaltung eingerichtet. Nach der japanischen
Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurde Süd-Sulawesi 1949
Teil des nun unabhängigen Indonesiens.
Die Provinz ist eine der abgelegensten der Insel.
Sie ist nicht durch Schnellstraßen mit den übrigen
Provinzen verbunden. Wichtigstes Transportmittel ist die Fähre
über den Golf von Bone nach Süd-Sulawesi. Die Bevölkerung
setzt sich aus mehreren Völkern zusammen, darunter Tolaki,
Morunene, Buton, Muna und Bajo, die allesamt malayische Sprachen
sprechen. Die Mehrheit der Bevölkerung (57 %) bekennt
sich zum Islam. Hauptstadt und einzige größere
Stadt der Provinz ist Kendari.
In der Wirtschaft dominiert die Landwirtschaft,
auf Plantagen werden unter anderem Kokosnüsse, Kakao
und Sojabohnen angebaut. Bedeutung haben außerdem die
Holzwirtschaft (Teakholz) und der Fischfang.
Die Region stand längere Zeit unter dem
Einfluss des Reiches von Bone im südlichen Sulawesi,
der auch den Islam im 17. Jahrhundert in die Provinz brachte.
Die Niederländer unterwarfen das Gebiet im 19. Jahrhundert.
Nach einer kurzen japanischen Besetzung im Zweiten Weltkrieg
wurde es Bestandteil des unabhängigen Indonesiens.
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