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Bali
Seiner
hinreißenden Schönheit und außergewöhnlichen
Kultur verdankt Bali seinen Status als beliebtestes Reiseziel
Indonesiens. Die Insel ist geprägt von majestätischen
Vulkanen, smaragdfarbenen Reisfeldern, die sich an die Berghänge
schmiegen, idyllischen Stränden und modernen Ferienanlagen.
Schreine und Tempel dominieren die Landschaft. Die Balinesen
halten eine perfekte Balance zwischen Traditionen und Moderne:
Sie passen sich an die zunehmende Globalisierung an, ohne
dabei ihre Kultur und die Natur ihrer Insel zu verlieren.
Die hinduistisch-balinesische Religion mit ihren Zeremonien,
Festen, traditionellen Tänzen und ihrer Kunst ist zentraler
Bestandteil von Kultur und Alltag in Bali.
Sitz der Götter
Die Balinesen verehren ihre Götter in Tempeln (pura).
Jede Gemeinde besitzt mindestens einen. Der größte
und heiligste Tempel Balis ist Besakih. Er liegt an den Hängen
des Berges Agung und ist mehr als tausend Jahre alt. Steile
Treppen führen durch Pforten direkt in den Innenhof zu
den Schreinen der Trimurti (Dreieinigkeit von Shiva, Brahma
und Vishnu), die in Tücher gehüllt und mit Blumenopfern
geschmückt sind. Um die drei Haupttempel für die
Gottheiten befinden sich 18 weitere Tempel, die jeweils einem
Bezirk oder einer Kaste zugeordnet sind. Für Balinesen
ist der Besuch dieser Tempelstätte ein bedeutsames Ereignis.
Ein weiterer wichtiger Tempel ist Tirta Empul. Der antike
Tempel wurde um die heilige Quelle von Tampaksiring herum
gebaut. Tanah Lot ist ein bedeutender Meerestempel und den
Meeresschutzgeistern geweiht. An den Ufern des Sees Beratan
liegt der Tempel Ulun Danu oft geheimnisvoll in Nebel gehüllt.
Zeremonien auf Bali
Die hinduistische Religion Balis prägt jeden Aspekt des
täglichen Lebens. Überall am Wegesrand, in den Schreinen
der Wohnhäuser und den Tempeln werden mehrmals täglich
Opfer dargebracht, um dem Überirdischen zu huldigen und
das Unterirdische zu besänftigen. Schöne Frauen
in prächtigen Trachten, die hochgetürmte Opfergaben
auf ihren Köpfen balancieren, sind ein alltäglicher
Anblick. Tempelfeste und Übergangsrituale werden nach
dem balinesischen Kalender abgehalten und sind von Dorf zu
Dorf verschieden. Eine wichtige inselübergreifende Festivität
sind die galungan-Zeremonien. Die zugehörigen Feste und
Rituale manifestieren den Triumph des Guten (dharma) über
das Böse (adharma). Bei kuningan, der letzten Feier von
galungan, werden spezielle Riten zu Ehren der Urahnen abgehalten.
Am balinesischen Neujahrstag nyepi (Tag der Abgeschiedenheit)
ist Arbeit ebenso verboten wie Vergnügungen oder das
Anzünden von Feuer. Es ist auf der ganzen Insel ein Tag
absoluter Stille. Dem Ereignis gehen verschiedene Reinigungsrituale
namens melasti voraus. Heiliges Wasser für diese Rituale
wird aus dem Meer, den Flüssen oder anderen natürlichen
Quellen gewonnen. Eine andere wichtige Zeremonie auf Bali
ist ngaben, eine aufwändige Feuerbestattungszeremonie.
Wächter uralter
Traditionen
Einige Bevölkerungsgruppen Balis widersetzen sich den
Einflüssen der Moderne und pflegen in abgeschiedenen
Dörfern ihre uralten Traditionen. Im Dorf Tenganan im
Osten leben die Bali Aga, die Ureinwohner Balis. Ihre Traditionen
und Bräuche gehen auf prä-hinduistische Zeiten zurück.
Architektur, gesellschaftliche Strukturen, Religion, Tänze,
Musik und die jährlich stattfindenden Zweikämpfe
haben sich seitdem weitgehend erhalten.
Am Fuße des gewaltigen Vulkans Batur lebt eine weitere
Gruppe der Bali Agar im abgeschiedenen Dorf Trunyan am Südrand
des Kratersees. Sie pflegt einen außergewöhnlichen
Bestattungsbrauch: Tote werden nicht, wie sonst in Bali üblich,
verbrannt, sondern unter einem heiligen Baum aufgebahrt.
Die Kunst Balis
Mit ihrer Kunst drücken die Balinesen ihren tiefen Glauben
aus. Kunst ist für sie eine Form der Huldigung. Die meisten
Balinesen sind fähige Kunsthandwerker oder Künstler.
Die darstellenden Künste sind immer sakral und doch ein
anmutiger und dynamischer Ablick. Von großer künstlerischer
und religiöser Bedeutung sind auch die Tänze. Es
gibt Tempeltänze, Tänze für religiöse
Zeremonien und solche zur reinen Unterhaltung.
Der Kecak -Tanz erzählt eine Geschichte von Rama und
Sinta aus dem Ramayana-Epos und wird von bis zu 150 Sängern
intoniert. Der Baring Kris-Tanz gleicht eher einem Drama als
einem Tanz, mit den Hauptcharakteren des mythischen, löwen-ähnlichen
Barong und der bösen Hexe Rangda. Die Vorführung
gipfelt in einer Trance der jungen Tänzer, während
derer sie sich selbst mit dem Dolch (kris) stechen. Andere
Trancetänze sind Sanghyang Dedari, bei dem zwei Mädchen
sich während der Trance perfekt synchron bewegen, und
Sanghyang Jaran, den ein Junge auf einem Bett aus glühenden
Kohlen tanzt. Der Legong-Tanz gilt als komplexester und anmutigster
aller Tänze. Die jungen Mädchen, höchstens
13 Jahre alt, haben dafür im Alter von fünf Jahren
mit der Tanzausbildung begonnen.
Ubud ist das Zentrum der balinesischen Malerei und gilt als
beliebtes Künstlerdorf. Zwischen Ubud und Mas liegt das
für seine traditionelle Musik und Tänze bekannte
Dorf Peliatan. Mas ist das Dorf der Holzschnitzer, wo noch
viele von Balis alten Meistern leben. Batuan ist bekannt für
seine Tänze, seine Holztafelschnitzereien und Antiquitäten.
Nordöstlich von Denpasar liegt das Dorf Celuk, das für
den mit alten Techniken gefertigten Gold- und Silberschmuck
berühmt ist.
Auf der Suche nach batik-Kleidung und -Stoffen sollten Sie
nicht versäumen, einen Abstecher nach Gianyar mit seinen
mehr als 40 Textilfabriken zu machen.
Für Körper,
Seele und Geist
Auf der ganzen Insel finden Sie Orte der Entspannung. Sie
können im Norden vor Lovina Beach die spielenden Delphine
im offenen Meer beobachten oder in Ubud den Elefantenpark
besuchen. Golfer können Balis Weltklasse-Golfplätze
vor tropischer Kulisse genießen.
Bali ist das Eldorado für Wassersportfans. Ob Wildwasser-Rafting,
Segeln, Jet-Skiing, Paragliden, Surfen oder Tauchen –
aufgrund ihres Klimas und der geografischen Lage bietet die
Insel für alle Wassersportarten perfekte Bedingungen.
Die besten Tauchgebiete finden Sie vor Nusa Penida, Padang
Bai, Cemeluk, Pemuteran und Candi Dasa. Faszinierende Tauchgänge
führen zu alten Schiffswracks, vorbei an steilen Klippen,
Sandhängen und Seegrasbetten, entlang an schwarzem Vulkangestein
zu Kalksteinküsten oder ruhigen Buchten.
Surffanatiker sollten den Ritt auf den Wellen vor Kuta, Canggu,
Pererenan, Nusa Dua und auf der berühmten Surferteststrecke
Ulu Watu nicht versäumen.
Mieten Sie sich ein Mountainbike und genießen Sie die
Kühle des Berglandes. Sie erwartet ein atemberaubender
Ausblick auf Vulkane, üppige Reisterassen und malerische
Dörfer.
Treten Sie in Kontakt mit der Natur! Ein Spa
verwöhnt Körper und Geist. Finden Sie inneren Frieden
mit Naturkräuter- und Schönheitsbehandlungen nach
der holistischen Lehre. Entdecken Sie ein authentisch balinesisches
Spa im Sanjiwani Spa des Ressorts Waka di Abian in Ubud, Mandara
Spa, Jari Menari, Bagus Jati und Thirta Bali Spa, oder eine
5-Sterne-Spabehandlung im Chedi in Gianyar, dem Four Seasons
Resort in Jimbaran Bay and The Ritz Carlton in Legian.
Fotoquelle : Ministerium für Kultur
und Tourismus der Republik Indonesien
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