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Freitag, 25. Juli 2009

EU VERLÄNGERT FLUGVERBOT

Der indonesische Verkehrsminister Syafii Djamal hat auf die Verlängerung des Flugverbots für indonesische Airlines in die Europäische Union mit Unverständnis reagiert. Indonesien habe bereits 61 Prozent der von der ICAO geforderten Maßnahmen zur Verbesserung der Flugsicherheit umgesetzt, sagte der Minister. Die technischen Regelungen seien wie gefordert angepasst worden, alle zugehörigen Dokumente lägen der EU vor.

Die übrigen Empfehlungen der ICAO seien in den Entwurf für ein neues Gesetz über den Flugverkehr eingegangen, das derzeit auf seine Verabschiedung durch das Parlament warte, sagte der Verkehrsminister. Die ICAO sei mit den Fortschritten zufrieden, die EU jedoch nicht, obwohl sie die Empfehlungen der ICAO stets als Grundlage ihrer Entscheidung für ein Flugverbot angegeben habe.

Der kommissarische Leiter der EU-Kommission in Indonesien, Pierre Philippe, hatte Djamal am 24. Juli die Entscheidung der EU überbracht. Alle indonesischen Fluggesellschaften stehen weiterhin auf der schwarzen Liste der EU. Die Entscheidung sei einstimmig und objektiv gewesen, betonte Philippe.

Verkehrsminister: Zusammenarbeit im Flugsektor unmöglich

Indonesien arbeite weiter eng mit der ICAO zusammen, um alle Empfehlungen umzusetzen, betonte Djamal. Dies geschehe nicht der EU zuliebe. Grundlage der indonesischen Sicherheitsstandards seien nicht die Anforderungen der EU, sondern die der ICAO, auf die sich die EU bislang immer berufen habe. Ihre jüngste Entscheidung habe die EU nun jedoch mit der Entscheidung der US-amerikanischen Luftverkehrsbehörde FAA begründet, die indonesischen Fluggesellschaften von Sicherheitskategorie I auf II herabzustufen.

Der Verkehrsminister machte mangelnde Information und Kommunikationsprobleme für das EU-Flugverbot verantwortlich. Eine horizontale Zusammenarbeit im Flugverkehr zwischen der EU und Indonesien schloss der Minister aus, solange das Flugverbot weiter aufrechterhalten werde.


Verkehrsministerium der Republik Indonesien
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