Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat bei
seinem Besuch in Jakarta Indonesiens Weg hin zur Demokratie
und den gemäßigten Islam des Landes gewürdigt.
Indonesien verfüge über großen Einfluss auf
die muslimische Welt, sagte Steinmeier am 26. Februar. Nach
einer Unterredung mit Außenminister Hassan Wirajuda kündigte
er tags darauf die Einsetzung einer Expertengruppe beider Länder
zur Förderung des interreligiösen Dialogs an. Indonesien
ist mit rund 240 Millionen Einwohnern, die zum größten
Teil dem muslimischen Glauben angehören, das Land mit der
größten muslimischen Bevölkerung weltweit.
Der interreligiöse Dialog soll nach den Worten Steinmeiers
auch würdigen, dass «von Radikalisierung in Indonesien
nicht zu sprechen ist».
Als Beispiel des Nebeneinanders von Kulturen verwies der Minister
auf die deutsche Schule von Jakarta. Er kündigte gleichzeitig
den Ausbau deutscher Partnerschulen im Ausland an, um kulturell
präsenter als bisher zu werden. |