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Der erste Beweis
für die frühesten Einwohner von Java wurde von Dr.
Eugene Dubois im Jahre 1890 entdeckt. Den Fossilien des "Java
Mannes" (Pipthecanthropus Erectus), die 500.000 Jahre
alt sind, folgten andere Befunde aus späteren Jahren.
Die Völkerwanderungen nach Indonesien von mongoloider
Abstammung aus China und Tonkin sind bis zu 3000 - 500 v.
Chr. zurückzuführen und führten die Kulturen
der Neuen Steinzeit, der Bronzezeit und der Eisenzeit, sowie
die austronesianische Sprache ein. Indonesien kam unter den
Einfluss der indischen Zivilisation durch den sukzessiven
Strom von indischen Händlern im ersten Jahrhundert n.
Chr., als die großen, an den Hinduismus und Buddhismus
gebundene Reiche zu entstehen begannen. Im siebten Jahrhundert
expandierte das mächtige, buddhistische, Königreich
von Sriwijaya und es war wahrscheinlich zu dieser Zeit, dass
die spektakuläre, buddhistische Heilige Stätte von
Borobudur in Zentral-Java gebaut wurde. Das dreizehnte Jahrhundert
erlebte den Aufstieg des fabelhaften, hinduistischen Reichs
von Majapahit in Ost-Java, das das gesamte Indonesien und
Teile der malaiischen Halbinsel vereinigte, und zwie volle
Jahrhunderte regierte. Überreste dieser glorreichen Zeit
in der Gesichte Indonesiens sind die vielen Monumente, die
in Java verbreitet sind, wie der Prambanan Tempel in der Nähe
von Yogyakarta, der Penatara Templekomplex in Ost-Java, die
Tempel von Dieng und viele andere.
Der erste Versuch in Indonesien einzudringen, kam vom mongolischen
Kaiser Kubilai Khan, der im Jahre 1293 zurückgedrängt
wurde. Mit der Ankunft der arabischen Händler breitete
sich der Islam allmählich aus und löste den Hinduismus
und Buddhismus als beherrschende Religionen ab. Kleine muslimische
Königreiche entstanden, aber keines, das zu stark war,
um dem späteren, europäischen Eindringen zu entgegnen.
Der erste Europäer, der auf Java Fuss fasste, war Marco
Polo im Jahre 1292, aber es war viel später, dass die
Portugiesen eintrafen, um im Jahre 1509 dem Handel in Gewürzen
nachzugehen und Handelsposten einzurichten, die sie vom strategischen
Handelszentrum Malacca auf der malaiischen Halbinsel aus kontrollieren.
Die Höllander folgten nach der Wende des 16. Jahrhunderts
und waren erfolgreich im Bemühen, die Portugiesen auf
die extrem östlichen Inseln zu vertreiben, wo die Spanier
einige Hafen inne hatten. Die Höllander bauten ihren
Einfluss auf das gesamte Gebiet im 17. und 18. Jahrhunder
aus und hielten es bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs.
Die höllandischen Ostinseln gerieten kurz unter britische
Herrschaft (1811 - 1816), als Holland während der Napoleonischen
Kriege von Frankreich besetzt war. Sir Thomas Stamford Raffles,
der britische Vizegouverneur von Java und seinen Schutzgebieten,
war bekannt für seine liberale Einstellung zu den Menschen
unter kolonialer Herrschaft und für seine Forschung der
Geschichte Javas. Lange, blutige Kriege wurden von den Einheimischen
gegen die höllandische Kolonialregierung geführt,
während Unabhängigkeitsbewegungen am Anfang des
20. Jahrhunderts anstiegen. Mit der Kapitulation der Japaner
im Jahre 1945 verkündete Indonesien am 17. August des
gleichen Jahres seine Ünabhängigkeit. Die zurückkehrenden
Höllander widersetzten sich verbittert gegen die Nationalbewegungen
in den darauffolgenden, intermittierenden Kämpfen. Schließlich
wurde ein Abkommen in Den Haag unter der Federführung
der Vereinten Nationen getroffen, als Indonesiens Souveranität
über die ehemaligen holländischen Ostinseln am 9.
Dezember 1949 anerkannt wurde.
Nachdem alle regionalen Unabhängigkeitskämpfe
scheiterten, wollten indonesische Nationalisten eine besser
organisierte Kraft gegen die holländischen Kolonialherrscher
führen.Die Bewegung begann mit der Gründung von
Boedi Oetomo am 20 Mai 1908. Diese Organisation wurde ursprünglich
zu Erziehungs- und Bildungszwecken gegründet, ging aber
später in die Politik.
Sie wurden durch den Japanischen Sieg über Russland
im Jahr 1901 angespornt, welche auch den nationalen Bewegungen
Indonesiens Antrieb gab.
Der Gründer von Boedi Oetomo war Dr. Sutomo, der zu diesem
Zeitpunkt Student der STOVIA war, einer Institution zu Ausbildung
von indonesischen Amtsärzten. Dr. Sutomo wurde sehr stark
von Dr. Wahidin Soedirohoesodo beeinflusst und von Gunawan
und Suradji unterstützt.
Im Jahre 1912 wurde Sarekat Dagang Islam, eine Organisation
islamischer Kaufleute, von Haji Samanhudi und anderen gegründet.
Ihre Absicht war als erstes das Interesse für Geschäfte
in den „niederländisch Ost Indien„ anzukurbeln
und für die Geschäfte zu werben. Jedenfalls wechselte
1912 die Organisation aus mittelständigen Geschäftsleuten
in eine politische Partei und wurde in Sarekat Islam umbenannt,
welche unter der Führung von H.O.S. Tjokroaminoto, Haji
Agnes Salim und anderen stand.
Im Jahre 1912 wurde Muhammadiyah, eine progressiv muslimische
Organisation, von K.H. Akhmad Dahlan in Yogyakarta für
den Zweck von sozialen und wirtschaftlichen Reformen gegründet.
Im Dezember desselben Jahres wurde die Partai Indonesia
von Douwes Dekker, sein späterer Name Setiabudi, mit
Dr. Tjipto Mangunkusumo und Ki Hajar Dewantoro gegründet.
Die Absicht der Partei war die komplette Unabhängigkeit
Indonesiens. Alle drei Führer der Partei wurden 1913
ins Exil verschoben. Im Jahre 1914 wurde der Kommunismus von
drei Holländern, Sneevliet, Baars und Brandsteder vorgestellt.
Im Mai 1920 wurde Sarikat Islam in einen rechten und linken
Flügel gespalten, wovon der linke Flügel später
zur Partai Kommunis Indonesia (PKI, Indonesische Kommunistische
Partei) unter der Führung von Semaun, Darsono, Alimin,
Muso und anderen gegründet wurde.
Der Rat der „machtlosen Leute“ oder
Volksrad
Sarikat Islam hielt 1916 seine erste Versammlung in Bandung
und stellte einen Antrag für eine Eigenständige
Regierung für Indonesien in Zusammenarbeit mit den Holländern.
Als Sarikat Islam einen Anteil an der gesetzgebenden Macht
der Kolonie, reagierten die Holländer, indem sie das
Volksrad 1918 gründeten, das praktisch ein Rat von „machtlosen
Leuten“ mit einem beratenden Status war.
Die indonesischen Repräsentanten des Rates wurden indirekt
durch regionale Räte gewählt, und einige andere
Mitglieder wurden zu Kolonialbeamten ernannt.
Das Volksrad entwickelte später sich zu einer halb-gesetzgebenden
Versammlung. Unter den Mitgliedern des Volksrad gehörten
bekannte nationalistische Führer wie Dr. Tjipto Mangunkusumo,
H.O.S. Tjokroaminoto, Abdul Muis, Dr. G.S.S.J. Ratulangi,
M.H. Thamrin, Wiwoho, Sutardjo Kartohadikusumo, Dr. Radjiman
und Soekardjo Wiryopranoto.
Unter dem Druck der sozialen Unruhen in den Niederlanden am
Ende des Ersten Weltkrieges, versprachen die Holländer
den Indonesiern eine eigenständige Regierung zu bewilligen.
Dieses wurde das „November Versprechen“ genannt
Es war ein Versprechen, daß aber nie eingehalten wurde.
Außer dem Volksrad gab es eine andere Versammlung, der
Raad van Indie oder „der Rat der Inseln,“ genannt,
deren Mitglieder durch die Regierung ernannt wurden. Achmad
Djajadiningrat und Sujono gehörten zu den wenigen indonesischen
Mitgliedern dieses Rates an.
Die 1923 verschlechternde Wirtschaftslage und erhöhte
Arbeitsniederlegungen zwangen die Kolonialregierung strengere
Beschränkungen auf indonesische Zivilfreiheiten zu setzen
und Änderungen zu den Kolonialgesetzen und den Strafcodes
zu bilden. Die Freiheit der Versammlung, der Rede und des
Ausdruckes im Schreiben wurden eingeschränkt.
Weiteres Wachstum der indonesischen Organisationen
Trotz der politischen Beschränkungen gründete am
3. Juli 1922 Ki Hajar Dewantoro Taman Siswa, eine Organisation,
um das Bildungswesen zu fördern. In Jahr 1924 wurde die
indonesische Studenten-Verbindung, „Perhimpunan Mahasiswa
Indonesien“, durch Mohammad Hatta, Dr. Sukiman und anderen
gebildet. Diese Organisation wurde eine Antriebskraft der
nationalistischen Bewegung, um die Unabhängigkeit zu
erreichen. Die indonesische kommunistische Partei (PKI) inszenierte
Unruhen gegen die Kolonialregierung im November 1926 in Westjava
und im Januar 1927 in West Sumatra. Nach ihrer Unterdrückung
verbannte die Regierung auch viele nicht kommunistische nationalistische
Führer nach Tanah Merah in Irian Jaya, welches die Holländer
„Boven Digul“ nannten. Dr. Tjipto Mangunkusumo
wurde nach Bandaneira verbannt.
Im Februar 1927 hielten Mohammad Hatta, Achmad Soebardjo
und andere Mitglieder der Indonesischen Bewegung die erste
internationale Versammlung der „Liga gegen Imperialismus
und Kolonialunterdrückung“ in Brüssel, zusammen
mit Jawaharlal Nehru und vielen anderen vorstehenden nationalistischen
Führern aus Asien und Afrika. Im Juli 1927 bildeten Soekarno,
Sartono und andere die indonesische nationalistische Partei
(PNI), die Bahasa Indonesien als die Amtssprache annahm. Diese
Partei nahm eine militante nicht kooperative Politik mit der
Regierung als das Resultat eines grundlegenden Interessenkonflikts
zwischen indonesischem Nationalismus und holländischem
Kolonialismus an. Im gleichen Jahr wurde eine gesamt indonesische
Bewegung durch die indonesische Jugend organisiert, um frühere
Organisationen zu ersetzen, die sich nur auf regionaler Basis,
wie die Organisationen „junges Java“, „junges
Sumatra“ und „junges Ambon“ konzentrierten.
Am 28. Oktober 1929 gaben Delegierte zum zweiten indonesischen
Jugend-Kongress in Jakarta einen Treueschwur ab, „ein
Land, eine Nation und eine Sprache, Indonesien.“ Besorgt
über das wachsende nationale Bewusstsein, hielten die
Kolonialbehörden den PNI Führer, Soekarno, im Dezember
1929 fest, was zu heftigen Protesten im ganzen Land führte.
Im Jahr 1930 befand sich die Welt in einer ökonomischen
und Währungskrise. Die starke Auswirkung der Krise spürte
man auch in Indonesien, einem Land das hauptsächlich
Rohstoffe produziert.
Die Kolonialregierung reagierte mit einer strengen Haushaltspolitik,
die die ökonomischen und Sozialbedingungen verschlimmerte.
Zwei andere Führer des PNI, Gatot Mangkupradja und Maskun
Supriadinata, wurden verhaftet und bei Gericht wegen versuchten
Aufständen gegen die Regierung festgehalten. Soekarno
wurde im September 1931 freigelassen jedoch im August 1933
wieder ins Exil geschickt. Er blieb unter holländischer
Aufsicht bis zur japanischen Invasion 1942.
Im Januar 1931 gründete Dr. Soetomo, die indonesische
Einheits-Partei „Persatuan Bagsa Indonesia“. Seine
Zielsetzung war, den Sozialstatus der indonesischen Leute
zu verbessern. Im April des gleichen Jahres, wurde PNI aufgelöst.
Eine neue Partei wurde von Sartono, LLM gebildet und Partai
Indonesia, die indonesische Partei genannt. Seine Grundlage
war Nationalismus und seine Linie Unabhängigkeit. 1931
bildete auch Sutan Syahrir “Pendidikan Nasional Indonesia“.
Bekannt als das neue PNI, zur Förderung im Bildungswesen.
Mohammad Hatta trat der Organisation bei. 1933 brach eine
Meuterei auf dem Kriegsschiff „De Zeven Provincien“
aus, für welche indonesische Nationalisten verantwortlich
gemacht wurden. Im folgenden Jahr wurden Sutan Syahrir, Mohammad
Hatta und andere nationalistische Führer festgenommen
und bis 1942 ins Exil geschickt. 1935 vereinte Soetomo „Persatuan
Bangsa Indonesien“ und „Boedi Oetomo“, um
die Partai Indonesien Raya (Parindra) zu bilden. Sein grundlegendes
Ziel war die Unabhängigkeit von einem großen Indonesien.
Im Juli 1936 reichte Sutardjo beim „Volksrad“
eine Petition ein, die für eine größere Autonomie
für Indonesien bat. Diese Petition wurde einfach vom
holländisch dominierenden Rat zurückgewiesen. Im
Jahre 1937 gründete A.K. Gani die indonesischen Bewegung,
Gerakan Rakyat Indonesia, das auf den Grundregeln von Nationalismus
und von Sozialunabhängigkeit basierte. Im Jahre 1939
verlangte die „Gesamt indonesische politische Vereinigung“,
GAPI, die Einrichtung eines indonesischen Parlaments. Diese
Nachfrage wurde durch die Regierung in Holland 1940 zurückgewiesen.
GAPI verlangte auch einen indonesischen militärischen
Service mit dem Ziel das Land zu Zeiten des Krieges zu verteidigen.
Wieder wurde dieses, ungeachtet des bevorschwebenden Ausbruchs
des Zweiten Weltkrieges, abgelehnt. Zu dieser Zeit gab es
weit verbreitete Bewegungen für Grundlage- und Progressistverbesserungen
in den Kolonien und Abhängigkeiten in Asien.
Nach ihren Angriff auf Pearl Harbour in Hawaii, bewegten
sich die Japanischen Streitkräfte in Richtung Süden
um einige Südostasiatische Länder zu besetzen. Nachdem
Singapur gefallen war, besetzten sie Niederländisch Indien
nachdem die Kolonialarmee im März 1942 kapitulierte.
Soekarno und Hatta wurden von ihrer Gefangenschaft befreit.
Die Japaner begannen ihre Propaganda Kampagne welche sie "Great
East Asia Coprosperity" nannte. Doch die Indonesier merkten
bald, dass es eine Tarnung für Japanischen Imperialismus
anstelle der niederländischen Kolonieherrschaft war.
Um schneller die indonesische Unabhängigkeit zu erlangen,
kooperierten Soekarno und Hatta mit den japanischen Verantwortlichen.
In Wirklichkeit aber gingen die Indonesischen Nationalisten
in den Untergrund und planten Unruhen in Blitar (Ost Java),
Tasikmalaya und Indramayu (West Java), und in Sumatra und
Kalimantan.
Unter dem Druck des 4. Pacific Krieges, indem die Handelswege
unterbrochen waren und die indonesischen Aufstände immer
größer wurden, gaben die Japaner nach, die Erlaubnis
die rot-weiße Fahne als die Indonesische Nationalflagge
zu hissten.
Die Annerkennung der „ Indonesia Raya“ als Nationalhymne
und Bahasa Indonesia als Nationalsprache folgten. Nun wurde
das versprechen der Jugend von 1928 Wirklichkeit.
Nach zunehmendem Druck gaben die Japaner die Zivilleitung
des Landes in indonesische Hände. Dies war zugleich die
optimale Gelegenheit für die nationalistischen Führer
die Proklamation von Indonesiens Unabhängigkeit vorzubereiten.
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