| Indonesien ist der
größte Archipel der Welt. Er besteht aus fünf
Hauptinseln und 30 kleineren Inselgruppen, insgesamt 17.508
Inseln, von denen ungefähr 6.000 bewohnt sind. Das Land
erstreckt sich über 5.150 Kilometer zwischen Australien
und dem asiatischen kontinentalen Festland und teilt den Pazifik
und den Indischen Ozean am Äquator. Der Name "Indonesien"
setzt sich aus zwei griechischen Wörtern zusammen : "Indos"
– indianisch und "Nesos" - Inseln. Die fünf
größten Inseln sind Kalimantan (die indonesischen
zwei Drittel der Insel Borneo) mit 539.450 km², Sumatra
mit 473.952 km², Sulawesi mit 189.035 km² und Java,
einschließlich der kleinen Nachbarinsel Madura, mit
132.035 km².
Indonesien, eine demokratische Republik, ist in 32 Provinzen
und Sonderregionen eingeteilt und geografisch in vier Gruppen
gegliedert. Die Großen Sundainseln umfassen als größte
Inseln Sumatra, Java, Kalimantan und Sulawesi. Die Kleinen
Sundainseln schließen sich östlich an die Großen
Sundainseln an. Sie reichen von Bali bis nach Timor im Osten.
Zu den Molukken gehören alle Inseln zwischen Papua und
Sulawesi. Der östliche Teil von Papua stellt die vierte
Gruppe dar. Die strategische Position und die Geografie des
Archipels haben die politische und wirtschaftliche Geschichte
Indonesiens beeinflusst.
Indonesiens Klima ist vorwiegend tropisch. Der Ostmonsun
von Juni bis September bringt trockenes Wetter, der Westmonsun
von Dezember bis März Feuchtigkeit und Regen. Die Übergangszeit
zwischen diesen beiden Perioden ist von gelegentlichen Regenschauern
gekennzeichnet. Sogar in der Mitte der Westmonsunzeit reichen
die Temperaturen von 21°C (70°F) bis 33°C (90°F).
Nur in Höhenlagen ist es sehr viel kühler. Die stärksten
Regenfälle gibt es im Dezember und Januar. Die Luftfeuchtigkeit
beträgt zwischen 60 und 100 Prozent.
Der britische Naturforscher A.R. Wallace (1823-1913) postulierte
eine imaginäre Linie als Trennlinie zwischen asiatischer
und australischer Fauna. Sie wurde nach ihm Wallace-Linie
benannt und verläuft zwischen Bali und Lombok, nördlich
zwischen Kalimantan und Sulawesi hindurch, südlich zu
den Philippinen und dem Norden Hawaiis. Diese Theorie erklärt
wohl, warum es in Indonesien sowohl asiatische als auch autralische
Faunagattungen gibt. Es gibt aber auch Gattungen, die nur
in Indonesien heimisch sind. Bekannte Beispiele sind die Orang-Utans
in Sumatra und Kalimantan oder der Komodo-Waran, eine Riesenechse,
die heute nur noch auf der Insel Komodo in freier Wildbahn
lebt. Auch das einhörnige Rhinozeros von Java, die wilden
"Banteng"-Ochsen und viele andere einzigartige Arten
leben heute in Naturschutzgebieten. Die Flora Indonesiens
reicht von der winzigen Orchidee bis zur größten
Pflanze der Welt: der "Rafflesia", deren Blüte
einen Durchmesser von beinahe einem Meter (3,2 Fuß)
hat. Die vielfältige Flora Indonesiens kann in den Botanischen
Gärten von Bogor besichtigt werden. Landwirtschaftliche
Produkte sind beispielsweise Kautschuk, Kokusnuss, Kaffee,
Tee, Kakao, Mais, Gewürze, Kapok (Pflanzendaunen), Tabak,
Reis sowie Gemüse und Obst. Indonesiens Holzressourcen
gehören zu den umfangreichsten der Welt mit einer besonders
hohen Dichte an tropischem Hartholz. Das Gesamtgebiet der
staatlich kontrollierten Wälder erstreckt sich auf ca.
12,9 Millionen Hektar. Meranti macht ca. 56 Prozent der Holzausfuhr
aus. Andere exportierte Holzarten sind Ramin, Agathis, Teak,
Kiefer sowie eine Auswahl anderer Hölzer in kleineren
Mengen, Rattan und Bambus.
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